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Editorial
Krebsbehandlung:
die sog. wissenschaftliche Medizin und die alternative
Naturheilkunde sollten in Zukunft im Interesse
der Patienten bei der Krebs-Diagnostik und -Therapie
enger kooperieren.
Dr. med. Jochen Kubitschek,
Chefredakteur
Alternative Therapieansätze
ergänzen
bei Krebserkrankungen immer häufiger die schulmedizinischen
Standardverfahren. Eine Kombination der unterschiedlichen
Heilkonzepte ist oft sinnvoll, da bisher weder die
Schulmedizin, noch die additiven Krebstherapien wirklich
spektakuläre Behandlungserfolge vorweisen können.
Die Kooperation zwischen Schulmedizinern und eher naturheilkundlich
interessierten Ärzten wird aber unter anderem dadurch
behindert, dass es beispielsweise für die häufig angewandten
alternativen Immuntherapien mit Mistel-Extrakten und Thymus-Peptiden
kaum zuverlässige Erfolgskontrollen gibt. Doch auch hier
eröffnen sich - guten Willen einmal vorausgesetzt
- neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Durch die Messung der von diesen Immunmodulatoren
ausgehenden Stimulation des körpereigenen Abwehrsystems
und insbesondere der Beeinflussung der Aktivität der in
jedem menschlichen Organismus vorkommenden natürlichen
Killerzellen (sog. NK-Aktivität) kann die zu erwartende
immunmodulatorische Wirkung der zur Auswahl stehenden
Medikamente - bezogen auf den individuellen Patienten
- abgeschätzt werden. Dies erhöht die Akzeptanz
alternativer Therapien. Mit Hilfe der auch in der Schulmedizin
eingesetzten Laboruntersuchung (NK-Aktivität) kann der
behandelnde Arzt schon vor Beginn einer unterstützenden
(supportiven) Krebstherapie die Wirkung der Medikamente
auf das Immunsystem beurteilen.
Obgleich seit Jahrzehnten
mit bisher nicht dagewesenem personellen und finanziellem
Aufwand versucht wird bei Krebserkrankungen neue Therapie-Ansätze
zu entwickeln, haben sich bisher keine wirklich
überzeugenden Erfolge eingestellt. Insbesondere hat sich
aus Sicht der Statistiker in den vergangenen drei Jahrzehnten
bei den weit verbreiteten Tumorarten wie Brust-, Darm-,
Bronchial-/Lungen- und Prostatakrebs nicht viel bewegt.
Im Fall von Brustkrebs (Mammakarzinom)
kam es in den Jahren zwischen 1973 und 1997 sogar weltweit
zu einem Anstieg der Erkrankungsfälle von 30-40%. In den
USA nahm die Häufigkeit allerdings im gleichen Zeitraum
um rund 10% ab, da die bis dahin bei Frauen in und nach
den Wechseljahren weit verbreitete Hormonersatztherapie
(HET) nun sehr viel seltener zum Einsatz kommt.
Die Hormontherapie war nämlich aufgrund der Ergebnisse
von Langzeitstudien als Risikofaktor für Brustkrebs und
gefährliche Herz-Kreislauferkrankungen identifiziert worden.
Da sich der von Optimisten immer wieder für die Krebserkrankungen
vorausgesagte große Therapiedurchbruch bisher als reines
Zweck- und Wunschdenken erwiesen hat, ist es heute um
so wichtiger, dass Patienten und ihre behandelnden Ärzte
auch kleine Verbesserungen der Erfolgschancen bei einer
Krebsbehandlung kennen und die entsprechenden alternativen
Therapievarianten auch anwenden. Nur so kann die beispielsweise
bei Mistel-Therapien nachgewiesenen Vorteile für die Lebensqualität
der Patienten in der Praxis auch genutzt werden.
Seit der Publikation der National Surgical Adjuvant
Breast and Bowel Studie wird eine brusterhaltende
operative Therapie als vielversprechende Alternative zur
Total-Entfernung der erkrankten Brust angesehen. Hierbei
wird die operative Entfernung des als bösartig identifizierten
Krebsknotens mit einer Bestrahlungstherapie kombiniert.
Doch selbst in wohlhabenden Industriestaaten kann eine
zeitnah nach der Operation durchzuführende Strahlentherapie
nicht immer sichergestellt werden. Für Großbritannien
errechneten Experten beispielsweise, dass die vorhandenen
Bestrahlungskapazitäten in den kommenden 8 Jahren um rund
80% aufgestockt werden müssten.
Dieser Stillstand im ehrgeizigen
"Krieg gegen den Krebs" führte geradezu zwangsläufig
dazu, dass aus dieser Not heraus vermehrt alternative
Heilverfahren entwickelt und angewandt werden - oft allerdings
mit ebenso unbefriedigenden Langzeit-Ergebnissen wie sie
auch bei den "schulmedizinischen" Standard-Therapien
zu beobachten sind. Dies ist nicht weiter überraschend,
da die von den Regierungen bereitgestellten Forschungs-Milliarden
einseitig in Richtung konventionelle Krebsheilkunde (Onkologie)
fließen. Doch ohne Geld läuft bekanntlich auch im alternativen
Wissenschaftsbetrieb wenig......
Trotz der unbefriedigenden Studienlage kommen derzeit
bei Krebs immer häufiger die sog. immunmodulatorische
Verfahren zum Einsatz - besonders beliebt bei Patienten
und Ärzten ist die ergänzende (additive) Krebs-Therapie
mit Mistel-Extrakten und Thymus-Peptiden.
Doch noch immer stehen viele
Schulmediziner diesen Immuntherapien skeptisch bis
ablehnend gegenüber, obgleich in den vergangenen
Jahren beispielsweise im Zusammenhang mit der Mistel-Therapie
durchaus einige gut konzipierte Studien publiziert wurden,
die unter anderem eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität
der Krebs-Patienten nachweisen konnten.
Trotz dieser Erfolge stehen
sich die Lager der Schulmediziner und der Naturheilkundler
nach wie vor unversöhnlich - und mit wenig Verständnis
für die Probleme der jeweiligen Gegenseite - gegenüber.
Leider hat dies nicht immer nachvollziehbare sachliche
Gründe - gelegentlich kommt der Verdacht auf, dass
ein Konkurrenzdenken die Anwendung ergänzender Therapiemethoden
- zum Nachteil der Patienten - unmöglich macht.
Viele Ärzte sind natürlich zu Recht von der Tatsache irritiert,
dass die praktischen Auswirkungen einer immunmodulatorischen
Therapie beispielsweise durch den Einsatz von Mistel-Extrakten
oder Thymus-Peptiden bei einzelnen Patienten noch schlechter
vorausgesagt werden kann, als jene der sog. schulmedizinischen
Krebs-Therapien.
Dieser "Black-Box"-Effekt könnte aber
heute oft vermieden werden, da sich beispielsweise die
Wirkung von Mistel-Extrakten und Thymus-Peptiden auf die
natürlichen Killerzellen des Immunsystems mit Hilfe schulmedizinisch
anerkannter Laboruntersuchungen gut abschätzen lässt.
Bei der Bekämpfung von
Krebs spielt die Stärkung des meist geschwächten
Immunsystems eine wichtige Rolle. Eine Immuntherapie
sollte daher heute immer zu einer modernen
Tumorbehandlung gehören. Immunstimulierende Medikamente,
die
z. B. aus der
Mistel oder dem Gewebe
der Thymusdrüse
gewonnen werden, nehmen daher bei der Behandlung
von Krebs an
Bedeutung zu.
Besonders im Rahmen alternativmedizinischer
Heilansätze soll das Immunsystem der betroffenen
Patienten - z. B. bei Brust- oder Prostatakrebs - mit
Hilfe dieser
unspezifischen Immunmodulatoren angeregt werden.
Leider ist bei der in der Alltagspraxis üblichen Anwendung
dieser Medikamente eine gesicherte Aussage über die zu
erwartende individuelle Wirksamkeit nicht möglich.
Die in den vergangenen Jahren durchgeführten in vitro
Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass marktgängige
Immunmodulatoren, die in der adjuvanten Therapie eingesetzt
werden, die NK-Aktivität in vitro (im Labor) und in vivo
(am lebenden Versuchsobjekt) beeinflussen können.
Die NK-Zellen der einzelnen Patienten reagieren individuell
ganz unterschiedlich auf die Behandlung mit den
eingesetzten Immunmodulatoren. Diese individuellen Immunantworten
von Tumorpatienten lassen sich nicht vorhersehen. Eine
gesicherte Aussage über die Wirksamkeit eines Immunmodulators
ist daher ohne spezielle Prüfung nicht möglich. Über die
Messung der individuellen NK-Aktivität und deren Beeinflussung
durch Zugabe von Immunmodulatoren kann die Akzeptanz der
unterschiedlichen Medikamente schon vor Beginn einer Therapie
im Labor (in vitro) ermittelt werden.
Daher kann und sollte vom behandelnden Arzt vor Beginn
einer Immuntherapie eine Medikamenten-Austestung
veranlasst werden, wie sie beispielsweise vom renommierten
Fachlabor Dr. Lauk & Dr. Breitling
nach strengen wissenschaftlichen Regeln durchgeführt wird.
Mit Hilfe dieser Laboruntersuchung kann die sehr unterschiedliche
Wirkung der zu beurteilenden Medikamente auf die im Patientenblut
enthaltenen natürlichen
Killerzellen (sog. NK-Aktivität) gemessen
werden. Durch die Anwendung dieser bewährten und jederzeit
reproduzierbaren Testmethode wird in dem Fachlabor durch
erfahrene Ärzte und Molekularbiologen unter anderem
aus einer Vielzahl zugelassener Mistel-Präparate das für
den individuellen Patienten optimal wirkende Medikament
ermittelt.
Mit Hilfe dieses bewährten
Medikamententests kann der Faktor Zufall bei der supportiven
Tumortherapie in vielen Fällen ausgeschaltet werden.
Außerdem können durch die Identifikation des optimal wirkenden
Immunmodulators sinnlose Investitionen in unwirksame Medikamente
und somit enttäuschende Therapieverläufe vermieden werden.
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